1. Favoritner Jedermannzehnkampf

UNSER JEDERMANNZEHNKAMPF IN FAVORITEN
aus der Sicht eines Teilnehmers

Nur mit dem Sprichwort “Alter schützt vor Torheit nicht” ist es erklärbar, daß ich mich von Freund Pauli zur Teilnahme am Jedermann—Zehnkampf im Juni im Praterstadicn überreden ließ. Es war ein tolles Ereignis, die Kameradschaft der Mitbewerber, die Atmosphäre des Stadions, das gute Wetter, und schien nicht mehr überbietbar.
War es aber doch, durch u n s e r e n Jedermann-Zehnkampf im September in Favoriten.
Die Organisation klappte wie am Schnürchen, keinerlei Wartezeiten, optimale Betreuung und eine familiere Herzlichkeit, die die Kulisse des Stadi0ns mehr als wett machte. S0 erfuhr man rundum, gerade von den “Fremdteilnehmern” nur Zufriedenheit und keinen
Funken von Kritik. Vor allem wir älteren und wirklich Alten von der Dienstag~Riege waren darüber begeistert, wie Babsi mit dem Mikrophon und die anderen mit Mund, Händen und Füßen anfeuerten, zogen und ins Ziel schleppten, wie uns die lieben “Schwestern” präparierten und flickten und wie schließlich die Siegerehrung so gestaltet wurde, daß es eigentlich nur Sieger gab. Fur die Glücklichen, die im Gegensatz zu mir auch ncch ein Bier 0der mehr vertragen, war natürlich das abschließende Freibier ein nicht zu
verachtender Höhepunkt. Aber ich hatte schließ1ich auch meine Bananen! Schade nur, daß unsere “Jungen” nicht gleichzeitig 0rganisieren und teilnehmen konnten. S0 fehlten uns ein wenig die strahlenden Vcrbilder. Gerade als “Alter” möchte ich mich besonders dafür bedanken, daß sie uns nicht merken ließen, daß wir bei manchem Bewerb die Anlaufspur mit ein wenig abbröckelndem Rost verdarben. Und wenn die liebe Elfi meinen guten Fünfzehnhunderter mit den, Worten kommentierte: “I waaß eh, das is a alta zacha
Hund“, damn wußte ich das als ehrliches, liebevolles Kompliment zu schätzen.
Hoffentlich gibt as dieses tolle Ereignis nächstes Jahr wieder und hoffentlich geht es noch einmal bei mir.

Mit herzlichem Dank an die Organisatoren
Euer Helmut.

aus der Sicht des Organisationsteams

Die Leichtathletik liegt vielen von uns im Blut. Wir haben deshalb bereits beim großen Jedermann-10-Kampf in Wien und beim l.Tiroler Jedermann-10-Kampf in Innsbruck aktiv teilgenommen. Wir hatten dabei wirldich viel Spaß und unsere Truppe wurde von Mal zu Mal größer. So entstand die Idee, einen eigenen Jedermann-10-Kampf zu organisieren. Schnell waren einige Freunde um den Griller versammelt und wir beschlossen nach längerer Diskussion, den l. Favoritner Jedermann-10-Kampf ins Leben zu rufen. Sollen wir das aus rein idealistischen Beweggründen im Rahmen des STW machen oder mit wirtschaftlichen Hintergedanken privat veranstalten? Es ware gelogen, zu sagen, daß das von Anfang an klar war, aber wir entschieden uns schließlich dafür, den STW als Veranstalter auftreten zu lassen (mit der Zusage des Vorstamdes, daß die DoRi einen erleichterten Zugriff auf eventuell erwirtschaftete Gewinne haben wird).
Die Aufgabengebiete waren dann relativ schnell verteilt. (Es wußte ja keiner so richtig, was auf ihn zukommt): Christian iibernahm den technischen Bereich (Anlagen, Geräte, Sicherheitsvorkehrungen etc), Toni machte sich intensiv auf die Suche nach Sponsoren,
Alexander übernahm den EDV—Bereich (Erfassung der Teilnehmer und Auswertungen), Leo checkte die Anmeldungen (per Erlagschein und Telefon), Martin sicherte uns die ärztliche Betreuung während der Veranstaltung zu und ich bemühte mich, alles zu koordinieren und achtete daraui daß auch die vielen Kleinigkeiten nicht vergessen werden. Daß wir uns dabei gegenseitig ständig unterstützten, war selbstverständlich und in regelmäßigen Besprechungen fanden wir immer neue Dinge, die noch zu erledigen waren.
Nach den ersten Erfolgen von Toni (Titelsponsoring durch “KURIER”) wurden 2000 Ausschreibungen gedruckt und verteilt. Das Telefon lief bei Leo, der sicher zur großen Freude von Birgit seine Privatnummer angegeben hat, heiß. Bereits 1 Monat vor Anmeldeschluß hatten wir unser Teilnehmerlimit von 120 erreicht und konnten somit einen der großen Unsicherheitsfaktoren abhaken.
Das Wochenende X nahte und Toni beklagte oft, daß wir für die Sponsorensuche zu spät dran seien; aber schließlich hatten wir doch eine stolze Liste von 20 Firmen, die mit Geld- oder Sachspenden einen wertvollen Beitrag zum Gelingen dieses Wochenendes geleistet haben. Die Firmen oder Unterstützer, die aufgrund des Zeitmangels ihre Förderungs- kapazitäten nicht oder nicht voll ausschopfen konnten, verweisen wir bereits jetzt aufs nächste Jahr.
In letzter Minute gelang es damn auch noch, 8 erfahrene 10-Kampfer zu engagieren, die die Jedermanäer mit vielen wertvollen Tipps das ganze Wochenende hindurch bestens betreuten.
Zahlreiche Besorgungen, insbesondere für Buffet, Tombola und Siegerehrung, sowie die
Vorbereitungsarbeiten an der Anlage machten die letzten Tage (noch dazu bei konsequentem Regenwetter) ziemlich hektisch. Das Orgzinisationsteam hat sich zu diesem Zeitpunkt dankenswerterweise schon ziemlich vergrößert und jeder, der Zeit fand, übernahm irgendwelche Wege oder half beim Herrichten der Wettkampfpakete. (Jeder Starter bekam ein Sackerl mit einem “KURIER”—T-Shirt, Lipton-Eistee, Pepsi—Cola, Black Power (isotonisches Getränk), Mc Donalds-Gutscheine, Club Danube-Tageskarten, Isostar-Bananenriegel, Mannerschnitten und -riegel, In—Form-Traubenzucker, Haar- shampoo und Creme von Beiersdorf, Guhl-Shampoo, einen Gutschein für das gemeinsame Abendessen beim Werkelmann und einen Samstag-Kurier). Dazu gab es noch Gratis bananen während des gesamten Wettkampfes und Freibier und Freigetränke während der Siegerehrung.
Das 10-Kampf-Wochenende selbst begann mit gutem “Sport-Wetter” (trocken und nicht allzu heiß) und wir schafften es, daß} die Athleten von den Arbeiten im Hintergrund nichts
mitbekamen und ihnen – so hoffen wir – jeder Wunsch erfüllt wurde.
Wirklich beeindruckend war aus meiner Sicht die tolle Unterstutzung der zahlreichen STW-ler an diesem Wochenende;
Inge, Gerhard, Helga, Horst, Edith, Richard, Susanne, Hans, Elke, Klaus, Hannes, Christa,
Gabi, Ilse, Claudia, Elfi und Ernst haben das ganze Wochenende je 1 Gruppe durch sämtliche 10 Disziplinen geleitet, gemessen, geschrieben, mit einem Wort perfekt “kampfgerichtet”;
die Buffetdamen Gerti, Maria, Grete, Elfi und Helfer haben sich bei allen Athleten, Zuschauern und nattülich ganz besonders bei uns noch beliebter gemacht, als sie ohnehin schon sind;
das Physiotherapeutenteam mit Sabine, Karin, Andrea und Elke war voll im Einsatz (217m
Tapeverbande) und nach dem Wettkampf hatten sich geme noch ein paar weitere
Streicheleinheiten geholt, unser Starter Gerhard hat zwar das gauze Wochenende geschossen, aber konnte keinen Treffer verbuchen;
und daß jeder am Platz immer perfekt informiert war, verdanken wir unserer Platzsprecherin Babsi, die das Mikro nie zur Ruhe kommen ließ.
Unsere Freunde Tommy und Harry kamen sogar aus Tirol und OO, um fleißig mitzuhelfen
bzw. zu fotografieren (für Presse, Sponsoren und auch für unsere Weihnachtsfeier)
Alle, die ich hier erwähnt habe (und die, die ich vergessen habe), die Zuschauer und
selbstverständlich die “Konige der Leichtathleten” selbst, sowie die 3 live—Einstiege in “Radio Wien” haben einen wertvollen Beitrag geleistet, unser Motto

Laufen, statt immer zu hetzen
Springen, statt in die Luft zu gehen
Werfen, statt alles hinzuschmeißen

im Rahmen diescs wunderschöncn Sportfestes umzusetzen.
Ein herzliches Dankeschön dafür

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