Helferdankfest 2009

Auf Schienen durch das „Blaufränkischland“

Am 10. Mai war es wieder soweit – um 9 Uhr traf sich der Großteil der dieses Jahr besonders zahlreichen Teilnehmer (insgesamt 81 Personen: 59 Erwachsene und 22 Kinder/Jugendliche) beim Laaerbergbad zum diesjährigen „Helferdankfest“. Mit zwei Bussen ging es von dort über die A2, A3 und die S31 Richtung „Blaufränkischland“.
Mit leichter Verspätung trafen wir, bei strahlendem Sonnenschein, kurz nach 10 Uhr am Bahnhof Horitschon ein, wo, neben einer Vielzahl an Fahrraddraisinen, auch die meisten übrigen Teilnehmer – einige sind mit dem eigenen Auto angereist – bereits auf uns warteten. Nachdem auch unser (individuell angereister) Obmann den Weg zum Bahnhof gefunden hat, gab es eine Begrüßung mit Sekt und Orangensaft. Ausgesprochen unterhaltsam war die launige Sicherheitseinweisung durch das Bahnpersonal. Anschließend wurden die insgesamt 19 Fahrraddraisinen (für die Statistik: 1×10-, 1×9-, 1×7- und 16×4-Sitzer) bestiegen und gegen 11:30 Uhr setzte sich der Pulk in Bewegung .
Die ersten Kilometer gingen leicht bergauf und waren anstrengender, als ursprünglich gedacht. Besonders die „großen“ Draisinen für 7, 9 und 10 Personen erwiesen sich (im Vergleich zu den kleinen „Viersitzern“) beim Anstieg als behäbig, wobei allerdings die „Bierdraisine“, die im vorderen Teil fuhr, den Nachteil ihres Mehrgewichtes – in Form einer Zapfanlage und eines gekühlten Bierfasses – mehr als vorteilhaft ausglich. Bremsend waren die nicht wenigen, beschrankten Straßenüberfahrten, doch entwickelten einige Mitfahrer den Ehrgeiz, (entgegen den Sicherheitsanweisungen!) diese Schranken während langsamer Fahrt zu öffnen, ohne dabei abzusteigen. Nachdem wir bereits unterwegs mit gekühlten Getränken gelabt wurden, gab es am Bahnhof Lackenbach die erste offizielle, wenn auch nur kurze, Rast. Weiter ging die Fahrt dann mit leichtem Gefälle Richtung Markt St. Martin, wo nach insgesamt etwa 13 km Fahrt bei der  „Mittelstation“ ein herzhaftes Buffet auf uns wartete. Die Draisinen wurden von den Schienen gehoben, damit Nachkommende passieren konnten. Wir labten uns mit Geselchtem, Ripperln und Blunzen. Danach ging es halbwegs eben weiter Richtung Neutal und kurz vor Oberpullendorf kehrten wir nochmals auf eine kurze Rast ein.
Etwas nach 16 Uhr trafen wir, nach einem letzten Anstieg, am Bahnhof in Oberpullendorf ein und machten uns zu Fuß auf zur letzten Station des Tages: der Weinverkostung bei Alfred Moritz (im Internet zu finden unter  www.blaufraenkisch.at). Im Garten konnten wir die (zum Teil prämierten) Rotweine verkosten und genießen. Unsere Weißweinliebhaber mussten zu ihrem Leidwesen erkennen, dass sie sich eindeutig in einem Rotweingebiet befanden und trösteten sich mit dem „Zungenkuss“ (ein Rose´, nix Unanständiges!). Mit Grammel- und Aufstrichbrötchen, warmen Schinkenstangerln und anderen Köstlichkeiten der burgenländischen Küche wurde der aufkommende Hunger bekämpft. Trotz dunkler Wolken hielt das Wetter aus, die Kinder hatten noch genügend Energie zum Trampolinspringen und Fußballspielen, und einige von uns Erwachsenen waren nach 23 km Draisinenradeln und einigen Gläsern Rotwein doch schon recht geschafft, als wir gegen 19 Uhr aufbrachen. Etwa um 20:30 Uhr trafen wir wieder beim Laaerbergbad ein.
Allen Organisatoren einen herzlichen Dank für diesen außergewöhnlichen Tag!

Andreas Thüringer

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